Archiv der Kategorie: Konzept

Projektgruppe und Kooperationen

Dieser Weblog sowie eine hier anzufordernde Projektdokumentation wurden im Rahmen des Projekts »früh aufgestellt« – Prävention gegen rechte Ideologien. Für mehr Demokratie an der Grundschule! erarbeitet.

Projektleitung und Autor der Dokumentation: Johannes Kreye
Projektmitarbeiterinnen: Lena Steenbuck und Jennifer Zengerling

Die Projekttage wurden seitdem in der Trägerschaft des DJB e.V. mit verschiedenen Kooperationspartner_innen in Brandenburg durchgeführt.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Kooperationspartner_innen des Pilotprojektes:

dank---kurt

Das Projekt »früh aufgestellt« – Prävention gegen rechte Ideologien. Für mehr Demokratie an der Grundschule! wurde in Trägerschaft der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein e.V. durchgeführt. Das hier dargestellte Projekt profitierte von den Erfahrungen aus dem Modellprojekt Vielfalt leben lernen, Diversity-Strategien an Grundschulen entwickeln und umsetzen.

 

danke---schuleDas Projekt fand in enger Kooperation mit der Grundschule Schönow statt.

 

 

 

dank-breit

Das Projektteam wurde bei der Konzeptentwicklung unter anderem durch Arbeit und Leben Hamburg im Rahmen des Projekts „breit aufgestellt“ des BAK Arbeit und Leben und der Bundeszentrale für politische Bildung tatkräftig unterstützt.

 

 

dank-freidenker barnim

Die Projekttage wurden in den Räumen des Kinder- und Jugendfreizeithauses „Yellow“ des Freidenker Barnim e.V. durchgeführt.

 

 

Allen Institutionen und Unterstützer_innen, die bei der Umsetzung des Projekts durch Rat und Tat zur Seite standen und sich auf dieses Projekt mit Zuversicht eingelassen haben, sei hier gedankt.

Bedanken wollen wir uns außerdem bei der Gesellschaft für Alten- und Behindertenpflege mbH Bernau, die einen Rollstuhl zum Ausprobieren zur Verfügung stellte und auch sehr kurzfristig und kostenfrei mit einem rollstuhlgerechten Saal aushalf. Dadurch wurde die Gesprächsrunde mit Herrn Abasov an einem der Projekttage erst ermöglicht.

Anschlussfähigkeit der Projekttage

Für die Klasse – Die Projekttage am außerschulischen Lernort boten den Schüler_innen außerhalb des gewohnten Kontextes von festgelegten zeitlichen Strukturen und Zensurendruck die Möglichkeit, sich auszuprobieren, Meinungen zu bilden und untereinander auszutauschen, Widersprüche auszuhalten und sich miteinander auseinander zu setzen. Sonst eher zurückhaltenden Schüler_innen ermöglichten die Projekttage darüber hinaus, sich in Kleingruppen auch mal aktivere Rollen zu suchen und sich in diesen zu erleben. Auch kam es in manchen Gruppen zu Streit. Hierbei haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich dieser positiv nutzen ließ und dass die Projekttage für das soziale Miteinander der Klassen wertvolle Anstöße lieferten.

„Dieses Projekt bietet Zeit und Raum für Gedanken und Themen, die sonst kaum bedacht werden (können). Man lernt die Menschen (hinter den Schülern) kennen.“ (Lehrerin)

anschlussDie Projekttage boten den Lehrer_innen die Gelegenheit, sich mit den Ansichten und Meinungen der Kinder auseinanderzusetzen. Die Tage ermöglichten ihnen das Einnehmen einer teilaktiven Beobachtungsrolle und so das Erleben der Schüler_innen in einer neuen Lernsituation. Die Einbindung der Lehrkräfte nahm daher einen wichtigen Platz im Projekt ein und könnte zukünftig noch ausgebaut werden. Gerade sie sind über das Projekt hinaus in der Lage, Impulse und Erfahrungen mit in den Schulalltag zu übernehmen. Dies kann für die partizipierenden Klassen von nachhaltiger Bedeutung sein, denn nicht alle Gedanken, Ideen, Fragen und Themen, die an Projekttagen aufkommen, können dort auch abschließend geklärt werden. Eine Einbindung dieser in den laufenden Fachunterricht kann daher ein sinnvoller Anschluss sein, um die Nachhaltigkeit des Projekts zu sichern.

„Gut aufgewendete Zeit! Ich werde viele Ansatzpunkte für den Unterricht und die Klassengemeinschaft weiterverwenden.“ (Lehrerin)

Für die Schulgemeinschaft – Für die Klassengemeinschaft kann ein Projekt einen Veranstaltungshöhepunkt im Schuljahr bilden, der über die eigene Klasse hinaus in die Schule wirkt. Vor allem die Abschlusspräsentation vermag es, Eltern, Schüler_innen und Lehrer_innen zusammenzubringen. Dabei ist der Anlass in erster Linie die Anerkennung und Wertschätzung der Kinder. Ihre Produkte, Interessen und Meinungen stehen im Mittelpunkt.
Die Gespräche, die wir nach der Präsentation führen konnten, zeigten, dass die Eltern ein großes Interesse an den Themen und den Auseinandersetzung ihrer Kinder mitbrachten, wodurch die Projektthemen auch über die Schule hinaus wirksam wurden.anschluss (2)

Daten und Rahmenbedingungen

Das Projekt:daten (2)

Titel: »früh aufgestellt« – Prävention gegen rechte Ideologien. Für mehr Demokratie an der Grundschule!
Laufzeit: September bis Dezember 2014
Gefördert durch: Lokaler Aktionsplan Barnim

Inhalt:

  • Entwicklung und Durchführung von Projekttagen
  • Erstellung einer Projektdokumentation/Broschüre
  • Projekt- und Ergebnisdokumentation im Weblog

Die Projekttage:

Titel: »Viele Träume! – Gleiche Chancen?«
Umfang:

  • Vorbereitendes Kennenlerntreffen (eine Unterrichtsstunde)
  • zweimal jeweils drei aufeinander aufbauende Projekttage
  • Abschlusspräsentation

Zeit: Oktober/November 2014, jeweils von 08:00 bis 13:00 Uhr
Ort: Kinder- und Jugendfreizeithaus „Yellow“ in Bernau bei Berlin
Teilnehmende: 46 Schüler_innen aus zwei 6. Klassen
Alter: 10-12 Jahre
Beteiligte Lehrer_innen: 3

Ablauf: Während des ersten Projekttags entschieden die Schüler_innen, an welchem Thema sie an den folgenden zwei Projekttagen weiterarbeiten wollen. Damit sich das Projektteam intensiv auf das Wahlmodul vorbereiten konnte, lag zwischen Projekttag 1 und Projekttag 2 jeweils etwa eine Woche.

 Gewählte Module:daten
1 x »Kann mal jemand mit anpacken?«
1 x »Tag der offenen Tür!«

Abschlusspräsentation:
Zeit: 26. November 2014, 16:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Gemeindesaal Schönow
Teilnehmende: knapp 60 Personen

  • 25 Schüler_innen
  • 2 Lehrkräfte
  • 1 Schulleiterin
  • 19 Eltern
  • 6 Geschwister
  • 4 Multiplikator_innen

 

 

Arbeitsprinzipien des Projekts

Die kurzzeitpädagogische Arbeit mit Grundschüler_innen stellt die Zielgruppe und das durchführende Projektteam vor Herausforderungen. So gilt es nicht nur den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, sondern auch es ihnen zu ermöglichen, Vertrauen aufzubauen und sich offen auf die Projekttage einzulassen. Folgende Überlegungen waren daher für die Durchführung des Projekts relevant:

Anerkennung und Wertschätzung – hieß, keine Meinungen oder Äußerungen der Kinder zu tabuisieren, sondern sich mit diesen immer auseinanderzusetzen. Widerspruch und Intervention können hierbei anerkennende Reaktionen sein, sofern sie die Wertschätzung jedes Kindes unabhängig von Handlung und Meinung nicht in Frage stellen.

„Klasse, wie souverän mit zum Teil heiklen Themen und Äußerungen umgegangen wurde!“ (Lehrerin)

Transparenz – allen Kindern sollte zu jedem Zeitpunkt im Projekt die Möglichkeit geben werden, zu wissen, was warum zu einem bestimmten Zeitpunkt geschah. Eine Kommunikation mit den Eltern über die Köpfe der Kinder hinweg wurde deswegen konsequent vermieden. So gab es beispielsweise zu Beginn des Projekts einen an die Schüler_innen gerichteten Flyer, den sie neben einem Brief für ihre Eltern erhielten. Die Veröffentlichung von Bildern und Filmen erfolgte nur, wenn neben ihren Eltern auch die Schüler_innen dieser zugestimmt hatten.

Mitbestimmung – Kinder sind Akteur_innen, bestimmen wirkmächtig mit, geben Feedback, loben und kritisieren. Der Ablauf der Projekttage wurde kontinuierlich gemeinsam ausgehandelt. So wurde es den Schüler_innen ermöglicht, in hohem Maße an beitrag-bild-5ihrem Bildungsprozess mitzuwirken. Konkret zeigte sich das während des Projekts nicht zuletzt auch bei der Wahl des Vertiefungsthemas für den zweiten Projekttag durch die Kinder und dem Prozess, der sie zu dieser Wahl befähigte.

Prozessorientierung – In einem durch bestimmte Eckpunkte gesetzten Rahmen arbeiteten wir prozessorientiert. Die Interessen und Wünsche der Kinder hatten bei der Gestaltung und Durchführung der Projekttage einen sehr hohen Stellenwert. Wenn diese nicht berücksichtigt werden konnten, wurde transparent gemacht, warum diese im speziellen Fall nicht umsetzbar waren.

Ich fand gut, dass…„die Kinder die Möglichkeit hatten, in allen Programmpunkten selbst Entscheidungen zu treffen und die Kommunikation immer gefördert wurde.“ (Lehrerin)

Spiele Kinder brauchen Abwechslung, Bewegung und Spaß. Spiele hatten daher einen festen Platz im Projekt. Wir versuchten, diese so in das Programm zu integrieren, dass siebeitrag-bild-6 Lernerfahrungen aus anderen Methoden unterstützten (so nutzten wir bspw. ein Spiel, in dem Rollen getauscht wurden, wenn später unterschiedliche Perspektiven eingenommen werden sollten).

Varianz – Die Projekttage variierten zwischen Großgruppenspielen, Kleingruppenarbeit und Arbeitsphasen, in denen die Schüler_innen alleine arbeiten konnten. Darüber hinaus haben wir an den Projekttagen durch Wahl verschiedenster Methoden, Phasen der Bewegung mit denen der Ruhe kombiniert.

Team – Um eine ausreichend intensive Auseinandersetzung in den Kleingruppen zu ermöglichen und möglichst allen Kindern mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, arbeiteten wir zu dritt mit den jeweiligen Klassen zusammen. Dies hat sich bewährt.

Theoretischer Hintergrund

Für die Konzeption dieses Projekts waren bestimmte theoretische Grundannahmen leitend. So nehmen wir rechte Ideologien nicht ausschließlich als Phänomen des rechten Rands, sondern als Bestandteil gesellschaftlicher Prägung auch in der Mitte der Gesellschaft wahr.[1] Zentraler Aspekt dieser Ideologien ist das Syndrom der gruppenbezogenen Men­schen­­feindlichkeit. Dessen Kern – eine Ideologie der Ungleichwertigkeit – führt zu einer Abwertung und Ausgrenzung von konstruierten Menschengruppen. Zum Teil ist dies auf Überforderungen durch eine Vielzahl komplexer gesellschaftlicher Anforderungen zurückzuführen. Ziel präventiver Arbeit gegen Rechtsextremismus sollte es sein, bei der Entlastung von diesen Anforderungen zu unterstützen sowie Empathie und Unrechtsempfinden zu stärken.[2]

Angesichts langjähriger Arbeit mit Grundschüler_innen und in der Rechtsextremismusprävention gingen wir von folgenden Grundannahmen für das Projekt aus:

  1. Von Prävention gegen Rechtsextremismus kann nur gesprochen werden, wenn noch keine festen geschlossenen rechten Weltbilder vorhanden sind.
  2. Mit Kindern präventiv zu arbeiten, bedeutet vor allem, diese in ihrem Unrechtsempfinden zu stärken. „Haben alle die gleichen Chancen, ihre Träume zu verwirklichen?“ und „Ist das gerecht?“ waren daher die leitenden Fragen der Projekttage. Darüber hinaus sollte im Projekt ein fairer und gerechter Umgang untereinander für die Kinder selbst als subjektiv sinnvoll erlebt werden können.
  3. Kinder leben nicht in einem politikfreien Raum, sie sind Mitglieder unserer Gesellschaft und nehmen Diskussionen zu gesellschaftspolitischen Themen wahr, die sonst meist nur von (jungen) Erwachsenen – und dies zum Teil sehr emotional – geführt werden. Ziel der Projekttage war es, komplexe Fragen und Themen zu kontextualisieren, altersangemessene Zugänge zu finden und den Kindern so eine vorurteilsbewusste Meinungsbildung zu ermöglichen.
  4. Allein Wissen und Fakten zu vermitteln und deshalb anzunehmen, dass Kinder nicht mehr für rechte Ideologien anfällig seien, ist ein Irrtum. Wichtiger ist es, Verständnis dafür zu wecken, dass sie sowohl von Ausgrenzung betroffen sein als auch aktiv ausgrenzend handeln können. Hierzu empfiehlt es sich, mehr als nur kognitive Zugänge anzubieten. Emotionale, konkrete und praktische Erfahrungen zu ermöglichen, hatte daher einen hohen Stellenwert bei der Planung der Projekttage. So sollte das Erstellen eines Videofilms am dritten Projekttag den Kindern die Möglichkeit bieten, das Gelernte unmittelbar kreativ umzusetzen.
  5. Um zu gewährleisten, dass gemeinsam an einem Thema gearbeitet wird, zu dem die Kinder die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mitbringen, sind sie in die Themenwahl mit einzubeziehen. Für die Umsetzung bedeutete dies, dass die Schüler_innen über das Vertiefungsthema des zweiten und dritten Projekttags selbst entscheiden konnten. Den Kindern die Wahl zu lassen, hieß für uns – die Erwachsenen – diese Entscheidung auszuhalten. Speziell für unsere Kooperationspartner_innen (Schule und Lehrer_innen) bedeutete dies, sich auf ein Projekt einzulassen, bei dem zwar der Rahmen klar definiert war, einzelne Inhalte aber erst im Verlauf festgelegt werden konnten.

[1] Vgl. O. Decker, J. Kiess und E. Brähler: Die Mitte im Umbruch, Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2012 / Friedrich-Ebert-Stiftung [Hg.], Bonn 2012. (sowie weitere Bände der Mitte-Studie) und vgl. W. Heitmeyer: Deutsche Zustände, Bd. 1-10, Berlin 2002-2012.

[2] Vgl. K. Debus und V. Laumann: Rechtsextremismus, Prävention und Geschlecht, VIELFALT_MACHT_SCHULE / Hans-Böckler-Stiftung [Hg.], Düsseldorf 2014.

Ziele des Projekts

ZieleKernzielgruppe des Projekts »früh aufgestellt« waren Grundschüler_innen. Darüber hinaus wurden auch die teilnehmende Lehrer_innen adressiert. Als Beobachter_innen konnten diese an einem außerschulischen Lernort teilweise ganz neue Erkenntnisse gewinnen und Schüler_innen aus anderen Perspektiven erleben. Dies wurde von den am Projekt beteiligten Lehrer_innen sehr positiv bewertet.

„Ja! Sie haben der Klassengemeinschaft ermöglicht, sich auf Fragen und Widersprüche in Ruhe einzulassen und Zeit und Raum gegeben, Standpunkte einnehmen und aushalten zu lassen. Etwas, wofür oft im „zerstückelten“, „zielorientierten“ Unterricht kaum Zeit ist.“ (Lehrerin, zur Frage, ob ihre Erwartungen erfüllt wurden.)

 Mit der Präsentation der Filme im Rahmen einer Abschlusspräsentation wurden außerdem Eltern und andere anwesende Familienmitglieder für die Projektthemen sensibilisiert. Sie bot die Gelegenheit zur intensiven Auseinandersetzung mit den Meinungen und Sichtweisen ihrer Kinder.ziele (2)

Generell war die Stärkung des Sozialverhaltens und des Zusammenhalts in der Klasse ein wesentliches Ziel der Projektarbeit. Kompetenzen, wie Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit, sollten erlernt und erweitert werden können – unabhängig davon, mit welchem Thema sich die Schüler_innen schließlich auseinandersetzten.

 Darüber hinaus wurden weitere spezifische Ziele verfolgt:

  • Steigerung einer wertschätzenden Akzeptanz von Vielfalt in der Gesellschaft
  • Kennenlernen verschiedener (konstruierter) Kategorien, die Diskriminierungen zugrunde liegen
  • Erkennen der Wirkmächtigkeit von diskriminierenden Strukturen im eigenen Alltagziele (3)
  • Entwicklung und Stärkung von Empathie
  • Reflektion des Begriffs „normal“, Nachdenken über (Un)gerechtigkeit und Chancen(un)gleicheit
  • Wahrnehmung von sich selbst als Akteur_in
  • Erkennen und Erproben von individuellen und kollektiven Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten
  • Stärkung der Medienkompetenz
  • Stärkung des Bewusstseins über die eigene Wirkung als Multiplikator_in durch das Teilen selbst produzierter Medienprodukte

Projekttag 1 beinhaltete:
Die Vergegenwärtigung eigener Träume und Wünsche. Die Vielfalt dieser unterschiedlichen Vorstellungen in der eigenen Klasse sollte gewürdigt, die Unterschiedlichkeit anerkannt werden. Verschiedene Diskriminierungsformen wurden zunächst sichtbar gemacht. Daran anknüpfend wählten die Schüler_innen ein Vertiefungsmodul für die Weiterarbeit.
Leitfragen: Was sind meine Träume? Können alle ihre Träume verwirklichen? Ist das gerecht?

 ↓

 Projekttag 2 beinhaltete:

Auseinandersetzung mit der als Schwerpunkt gewählten Diskriminierungsform. Die Schüler_innen sollten sich eine Meinung zu gesellschaftspoltischen Themen bilden, Widersprüche wahrnehmen und sich auf Gemeinsamkeiten verständigen lernen. Über Lösungen von Ungerechtigkeiten sollte nachgedacht und diese sollten erprobt werden.
Leitfragen: Was hat das mit meinem Alltag zu tun? Was ist meine Meinung dazu? Wie kann ich Probleme lösen?

 Projekttag 3 beinhaltete:
Die Erstellung eines Drehbuchs zu einem Aspekt des Wahlthemas und dessen technische Umsetzung: Dreharbeiten, Schnitt und Tonbearbeitung. Diskussion der Kurzfilme innerhalb der Klasse.
Leitfragen: Fragen wir andere Menschen nach ihrer Meinung? Zeigen wir unsere Meinung(en)? Wie kann eine Problemlösung aufgezeigt werden? Ist es gelungen das Drehbuch umzusetzen?

 

 Abschlusspräsentation:
Vorführung der Filme der Schüler_innen vor einem größeren Publikum. Miteinbeziehen von Familien in die Auseinandersetzung. Präsentation der Inhalte der Projekttage für das Publikum.
Leitfragen: Was präsentieren wir? Was nehme ich mit? Was interessiert mich darüber hinaus?

daten (3)

Struktur eines Projekttags – Projekttage können je nach Gruppenzusammensetzung, Pausenbedürfnissen und Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmenden stark variieren. Dieses Beispiel veranschaulicht einen möglichen Tagesablauf.

 08:00     Begrüßung und Spiel zur Aktivierung der Gruppe
08:15     „Is‘ was?“-Runde – Wie geht es allen?
08:25     Tagesplan: Transparent machen, was geplant ist.
08:35     Kleingruppenphase I. – Einstieg ins Thema
09:10     Gemeinsame Auswertung der Kleingruppenarbeit
09:30     Pause
09:45     Bewegungsspiel
09:55     Kleingruppenphase II. – Vertiefung des Themas
11:15     Pause
11:45     Konzentrationsspiel
11:55     Kleingruppenphase III. – Thematischer Abschluss
12:15     Gemeinsame Auswertung in der Großgruppe
12:45     Feedbackrunde – Wie war der Tag?
13:00     Ende – Verabschiedung und Ausblick auf den nächsten Projekttag