Projekttag 1 – Träume und Chancen!

Der erste Tag des Projekts versuchte vor allem zweierlei: Zunächst näherten wir uns den Themen Diskriminierung und Chancen(un)gleichheit allgemein. Sodann sollte das den Schüler_innen hierdurch angeeignete Wissen es ermöglichen, Fragen zu entwickeln, die die Entscheidung für ein Thema zur vertiefenden Weiterarbeit für die folgenden Projekttage ermöglichen sollten.

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Phasen des ersten Projekttags:

Kennenlernen und Transparenz – Um den Schüler_innen zu jedem Zeitpunkt eine Orientierung im Programmablauf zu ermöglichen, wurde zu Beginn als eines der ersten methodischen Hilfsmittel ein Tagesplan eingeführt. Uns war darüber hinaus wichtig, durch Methoden des vertiefenden Kennenlernens eine vertrauensvolle Gruppenatmosphäre zu unterstützen, in der die Kinder auch gern zu sensiblen Themen arbeiten.

Träume und Wünsche bewusst machen – In kleinen Gruppen erstellten die Schüler_innen Collagen, in denen sie ihre Wünsche und Träume für ein schönes Leben darstellten. Bei der Vorstellung der Ergebnisse wurde den Kindern klar, dass Träume vielfältig sind und alle in ihrer Unterschiedlichkeit ihre Berechtigung haben. Die in der Klasse vorhandene Vielfalt, die sich auch in Meinungsdifferenzen widerspiegelte, wurde so bewusst entdeckt, ausgehalten und anerkannt.

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Chancen(un)gleichheit reflektieren – In einer darauf folgenden Phase arbeiteten wir in Kleingruppen. Die Schüler_innen zogen jeweils eine Rollenkarte, über die sie sich miteinander austauschten. Zur weiteren Annäherung an ihre Rolle erstellten sie Freundschaftsbucheinträge für diese. Die Rollen waren so angelegt, dass sie am unmittelbaren Alltag der Schüler_innen ansetzten. Darüber hinaus waren sie so konstruiert, dass die Rollenpersonen in Bezug auf bestimmte Situationen einen erschwerten Zugang zu Ressourcen hatten (Bildung, Zeit, Unterstützung, materielle Güter). In einem letzten Schritt bewerteten die Kinder für bestimmte Aktivitäten, ob ihre Rollen an diesen teilhaben könnten bzw. über bestimmte Freiheiten verfügen würden oder nicht. Es sollte deutlich werden, dass Chancen nicht gleich verteilt sind. Ausgehend von der Kernfrage „Ist das gerecht?“ wurde diskutiert, warum Chancenungleichheit nicht gerecht ist.
Während dessen kamen unterschiedlichste Fragen zu Diskriminierungen, Lebensumständen und Rechten auf. Diese klärten wir immer unmittelbar in den Kleingruppen und diskutierten sie bei Bedarf.

Wahl eines Themenschwerpunkts – Durch die vorhergehende Übung entstand eine Sammlung von verschiedenen Ungerechtigkeiten. Die Schüler_innen konnten im nächsten Schritt eines der angebotenen Themen als Vertiefungsschwerpunkt für die weitere Bearbeitung wählen.

Feedback – Am Ende des Tages gab es für alle die Möglichkeit, sich zum Verlauf des Projekttags zu äußern und Lob, Kritik sowie Änderungswünsche mitzuteilen.