Ziele des Projekts

ZieleKernzielgruppe des Projekts »früh aufgestellt« waren Grundschüler_innen. Darüber hinaus wurden auch die teilnehmende Lehrer_innen adressiert. Als Beobachter_innen konnten diese an einem außerschulischen Lernort teilweise ganz neue Erkenntnisse gewinnen und Schüler_innen aus anderen Perspektiven erleben. Dies wurde von den am Projekt beteiligten Lehrer_innen sehr positiv bewertet.

„Ja! Sie haben der Klassengemeinschaft ermöglicht, sich auf Fragen und Widersprüche in Ruhe einzulassen und Zeit und Raum gegeben, Standpunkte einnehmen und aushalten zu lassen. Etwas, wofür oft im „zerstückelten“, „zielorientierten“ Unterricht kaum Zeit ist.“ (Lehrerin, zur Frage, ob ihre Erwartungen erfüllt wurden.)

 Mit der Präsentation der Filme im Rahmen einer Abschlusspräsentation wurden außerdem Eltern und andere anwesende Familienmitglieder für die Projektthemen sensibilisiert. Sie bot die Gelegenheit zur intensiven Auseinandersetzung mit den Meinungen und Sichtweisen ihrer Kinder.ziele (2)

Generell war die Stärkung des Sozialverhaltens und des Zusammenhalts in der Klasse ein wesentliches Ziel der Projektarbeit. Kompetenzen, wie Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit, sollten erlernt und erweitert werden können – unabhängig davon, mit welchem Thema sich die Schüler_innen schließlich auseinandersetzten.

 Darüber hinaus wurden weitere spezifische Ziele verfolgt:

  • Steigerung einer wertschätzenden Akzeptanz von Vielfalt in der Gesellschaft
  • Kennenlernen verschiedener (konstruierter) Kategorien, die Diskriminierungen zugrunde liegen
  • Erkennen der Wirkmächtigkeit von diskriminierenden Strukturen im eigenen Alltagziele (3)
  • Entwicklung und Stärkung von Empathie
  • Reflektion des Begriffs „normal“, Nachdenken über (Un)gerechtigkeit und Chancen(un)gleicheit
  • Wahrnehmung von sich selbst als Akteur_in
  • Erkennen und Erproben von individuellen und kollektiven Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten
  • Stärkung der Medienkompetenz
  • Stärkung des Bewusstseins über die eigene Wirkung als Multiplikator_in durch das Teilen selbst produzierter Medienprodukte

Projekttag 1 beinhaltete:
Die Vergegenwärtigung eigener Träume und Wünsche. Die Vielfalt dieser unterschiedlichen Vorstellungen in der eigenen Klasse sollte gewürdigt, die Unterschiedlichkeit anerkannt werden. Verschiedene Diskriminierungsformen wurden zunächst sichtbar gemacht. Daran anknüpfend wählten die Schüler_innen ein Vertiefungsmodul für die Weiterarbeit.
Leitfragen: Was sind meine Träume? Können alle ihre Träume verwirklichen? Ist das gerecht?

 ↓

 Projekttag 2 beinhaltete:

Auseinandersetzung mit der als Schwerpunkt gewählten Diskriminierungsform. Die Schüler_innen sollten sich eine Meinung zu gesellschaftspoltischen Themen bilden, Widersprüche wahrnehmen und sich auf Gemeinsamkeiten verständigen lernen. Über Lösungen von Ungerechtigkeiten sollte nachgedacht und diese sollten erprobt werden.
Leitfragen: Was hat das mit meinem Alltag zu tun? Was ist meine Meinung dazu? Wie kann ich Probleme lösen?

 Projekttag 3 beinhaltete:
Die Erstellung eines Drehbuchs zu einem Aspekt des Wahlthemas und dessen technische Umsetzung: Dreharbeiten, Schnitt und Tonbearbeitung. Diskussion der Kurzfilme innerhalb der Klasse.
Leitfragen: Fragen wir andere Menschen nach ihrer Meinung? Zeigen wir unsere Meinung(en)? Wie kann eine Problemlösung aufgezeigt werden? Ist es gelungen das Drehbuch umzusetzen?

 

 Abschlusspräsentation:
Vorführung der Filme der Schüler_innen vor einem größeren Publikum. Miteinbeziehen von Familien in die Auseinandersetzung. Präsentation der Inhalte der Projekttage für das Publikum.
Leitfragen: Was präsentieren wir? Was nehme ich mit? Was interessiert mich darüber hinaus?

daten (3)

Struktur eines Projekttags – Projekttage können je nach Gruppenzusammensetzung, Pausenbedürfnissen und Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmenden stark variieren. Dieses Beispiel veranschaulicht einen möglichen Tagesablauf.

 08:00     Begrüßung und Spiel zur Aktivierung der Gruppe
08:15     „Is‘ was?“-Runde – Wie geht es allen?
08:25     Tagesplan: Transparent machen, was geplant ist.
08:35     Kleingruppenphase I. – Einstieg ins Thema
09:10     Gemeinsame Auswertung der Kleingruppenarbeit
09:30     Pause
09:45     Bewegungsspiel
09:55     Kleingruppenphase II. – Vertiefung des Themas
11:15     Pause
11:45     Konzentrationsspiel
11:55     Kleingruppenphase III. – Thematischer Abschluss
12:15     Gemeinsame Auswertung in der Großgruppe
12:45     Feedbackrunde – Wie war der Tag?
13:00     Ende – Verabschiedung und Ausblick auf den nächsten Projekttag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.